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Ich las einmal in einem Artikel ueber Costa Rica in der National Geographic, wie himmlisch es dort fuer Pensionaere sei.
Ich wuenschte mir, mich dort zurueckzuziehen.
Ich hatte keine Ahnung, dass mein Wunsch 25 Jahre spaeter wahr werden wuerde.
Als ich meinen Mann Rolf traf, kannte er CR und hatte sogar einmal ein Grundstueck in Jaco Beach besessen.
Ein paar Jahre spaeter entschlossen wir uns das Land zu erforschen.
Wir wollten es jedoch individuell erleben und nicht auf die touristischen all-inclusive Angebote zurueckgreifen.
1999 nahmen wir einen Flug, mieteten ein Gelaendefahrzeug und los gings.
Wir hatten keinerlei Reservierungen vorgenommen und gingen nur nach Gespuer vor.
Es gab immer eine Bleibe in einem kleinen bed&breakfast fuer uns. Wie sich herausstellte, war dies die beste Reiseart,
voller Erfahrungen ueber Land, Leute und Kultur.
Wir folgten nicht den ausgetretenen Pfaden und waren immer restlos begeistert von unserer Umgebung und vor allem den Leuten. Auch fuehlten wir uns ueberall sehr sicher.
In dem Jahr hatten wir nur 2 Wochen Zeit, die wir hauptsaechlich auf der Nicoya Halbinsel verbrachten.
2000 kamen wir fuer 1 Monat wieder zurueck nach CR und mieteten uns ein Auto.
Wir konzentrierten uns auf die Naehe von Dominical, in den Bergen um Lagunas.
Wir mieteten ein moebliertes Haus und unternahmen Tagestouren.
Wir besuchten San Isidro de El General und suchten nach Grundstuecken in der Umgebung.
Uns gefiel der Cerro Chirripo und die Berge um La Hortensia de Paramo.
Einige Orte sahen wir uns sehr genau an, denn wir wollten sicherstellen, dass dies der richtige Platz fuer uns sei.
Costa Rica hat sehr unterschiedliche Klimazonen. Kaum vorzustellen, dass die Leute am Cerro Chirripo und Cerro de la Muerte
dicke Jacken und Wollmuetzen tragen. In groesseren Hoehen koennen die Temperaturen bis zu -9 Celsius absinken.
Deshalb mussten wir uns die Frage stellen: Wo wollen wir leben?
Wir moegen die Kueste, allerdings fanden wir als Nordlaender es dort etwas zu heiss.
Aufgrund der Regenfaelle ist es im Winter sehr feucht hier, und die Insektenplage machten uns auch nicht an.
Wir lernten andere Pensionaere kennen, die sich vorschnell entschieden hatten und letzendlich alles wieder verkauften, um in hoehere, kuehlere Berglagen zu ziehen.
Dann entschieden wir uns, ein 40 Hektar grosses, 1675 m hoch gelegenes Grundstueck, gegenueber des Cerro Chirripo, 1 km noerdlich von La Hortensia de Paramo gelegen, zu erwerben.
Es befindet sich im Nebelwald, und an einem klaren Tag kann man vom hoechsten Punkt aus den Pazifik sehen.
Das Grundstueck war vormals eine Farm und bedurfte dringender Pflege.
Die bewaldeten Abschnitte waren kaum bewachsen, da das Vieh frei gehalten worden war.
Der Wald umfasst viele wunderschoene Baeume, unter anderem auch einige Urwaldriesen.
Da sowohl Rolf wie auch ich uns mit der Landwirtschaft auskennen, hatten wir keine Angst, das Projekt anzugehen.
In jenem Jahr stellten wir einen Verwalter ein und flogen zurueck nach Canada.
2001 kamen wir zurueck nach CR und begannen zu bauen.
3 Monate lebten wir in einem der Haeuser auf dem Grunstueck und verbrachten die letzten 2 Wochen in unserem neuen Haus, dessen Inneres teilweise noch nicht fertiggestellt war.
Traurig kehrten wir wieder nach Canada zurueck, und uebergaben an unseren Verwalter.
2002 kamen wir wieder zurueck und stellten unser Haupthaus in 5 Monaten fertig.
Wir pflanzten viele Baueme und Straeucher.
Zurueck in Canada hatten wir nun eine wichtige, endgueltige Entscheidung zu treffen, naemlich fuer immer Pensionaere zu werden.
Wir beauftragten dann einen amerikanischen Anwalt, sich um unsere Aufenthaltsgenehmigung fuer Costa Rica zu kuemmern.
Im November 2003 kamen wir wieder nach CR, dieses Mal um hier staendig zu leben.
Unsere Papiere bekamen wir im Juni, sodass wir nicht mehr alle 3 Monate ausreisen mussten.
Seit November haben wir ein komplett mit Kaminofen, Kuehlschrank, Geschirr und Bettzeug ausgestattetes Haus gebaut, um es an Gaeste zu vermieten. Hinzu kommt ein beheizter Pool und ein angelegter Garten.
Unser Wald hat sich erholt, und verfuegt ueber unglaublich viele Pflanzen und Blumen.
Der Vogelbestand ist kraeftig angestiegen, weil vormals das Unterholz als Schweinefutter sehr kurz gehalten wurde, sodass die Voegel keinen Nistplatz fanden.
Als wir 2000 zum ersten Mal herkamen, gab es kaum Voegel, aber jetzt ist es eine einzige paradiesische Kakophonie.
Nun, da wir mit den den Bauprojekten fast fertig sind, werden wir uns um den Erhalt und die Verbesserung des Landes kuemmern.
Wir betreiben staendige Aufforstung. Belohnt werden wir durch die Rueckkehr vieler Saeugetiere, wie z.B.
Kapuziner- und Spinnenaffen.
PURA VIDA!
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